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By Bernd Parusel

Die Asyl- und Zuwanderungspolitik in Europa ist nicht mehr nur eine Aufgabe der Nationalstaaten, sondern auch der Europäischen Union. Nachdem mit verschiedenen EU-Richtlinien und -Verordnungen im Bereich Asyl und „illegale“ Zuwanderung bereits gemeinschaftliche Regeln und Kriterien geschaffen wurden, rückt seit einigen Jahren verstärkt auch die „legale“ Migration, einschließlich der Zuwanderung von Arbeitskräften aus Drittstaaten, ins Blickfeld der europäischen Entscheidungsträger und Institutionen. Bernd Parusel analysiert, welche ökonomischen, demografischen, sozial- und entwicklungspolitischen Interessen die EU-Akteure vertreten, und untersucht, wodurch sie beeinflusst werden. Es wird deutlich, dass das europäische Institutionengefüge über eine eigene Dynamik verfügt, die eine prägende Wirkung auf die Steuerungsmittel der Zuwanderungspolitik ausübt und schrittweise neue – europäische – Politikergebnisse generiert.

Das Buch richtet sich an Dozierende und Studierende der Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Migrations- und Asylpolitik sowie an EU-Institutionen und Politiker in diesen Bereichen.

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Wie bereits beschrieben wurde, werden in der EU nationale Migrationspolitiken in zunehmendem Maße auf überstaatlicher Ebene koordiniert, harmonisiert und „vergemeinschaftet“, und es zeichnet sich ab, dass es in der Zukunft auch zu gemeinsamen Maßnahmen zur Steuerung der Arbeitsmigration aus Drittstaaten kommen wird. Dies wirft die Frage auf, von welchen Interessen sich die nunmehr so wichtig gewordenen politischen Organe der EU, also die EU-Kommission, der Ministerrat und die Mitgliedstaaten sowie das Europäisches Parlament, bei der Entwicklung der gemeinsamen Migrationspolitik leiten lassen, wie diese Interessen entstehen können, wovon sie beeinflusst werden und sich deshalb gegebenenfalls verändern.

Messina 2007, S. 156. Vgl. Geddes 2003, S. 127. Neben Globalisierungsprozessen kann man auch die schiere „Dimension der modernen transnationalen Migration“ als eine Ursache dafür sehen, dass die einzelstaatliche Asyl-, Ausländer- und Einwanderungspolitik nicht mehr ausreichend erscheint; vgl. Wöhlcke 2001, S. 32. 78 Vgl. Pollack 1997, S. 103f. 1 Europäisierung und Migrationspolitik 47 nach solchen – womöglich für die Wähler unbequemen – Maßnahmen zusätzliches Gewicht geben. 79 Während manche Modelle und Theorien also nachvollziehbar erklären können, warum nationale Regierungen in internationalen Organisationen mit anderen Regierungen zusammenarbeiten und dabei zwischen- bzw.

Manchmal lösen sich die Agents, also die supranationalen Organe, dabei von den Interessen der „Principals“, also den Nationalstaaten, von denen sie ursprünglich ins Leben gerufen wurden, und entwickeln eigene Interessen. 81 Dies kann so weit gehen, dass die „Agenten“ versuchen, sich „Wissensvorsprünge“ zu verschaffen, mit denen sie die Principals dann unter Handlungsdruck setzen und ihre eigenen Interessen voranbringen können. 82 Vgl. Pollack 1997; Maas 2008, S. 31. Sandholtz 1996, S. 405. 81 Pollack 1997, S.

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